Salon kontrovers<br>Briefe – schreiben und lesen<br>Wir müssen das »Trotzalledem« zum Leitwort unseres Lebens machen<br>Aus dem Briefwechsel von Joseph Roth und Stefan Zweig

Salon kontrovers
Briefe – schreiben und lesen
Wir müssen das »Trotzalledem« zum Leitwort unseres Lebens machen
Aus dem Briefwechsel von Joseph Roth und Stefan Zweig
Am Donnerstag, 21. April 2016, 19.30 Uhr
Holzhausenschlösschen

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Gelesen von Thomas Huber und Torben Kessler
Konzeption: Hanne Kulessa

Zwei sehr unterschiedliche Schriftsteller: im Schreiben, im Erfolg, im privaten, gesellschaftlichen, politischen Leben, und doch verband sie eine Freundschaft, die auf erstaunliche Weise tragfähig und geduldig war in ihrem gegenseitigen Respekt und in der Achtung vor der Arbeit und Lebensweise des Anderen.
Stefan Zweig, der erfolgreiche, elegante, begüterte Schriftsteller, unterstützte Joseph Roth, wo immer er konnte, mit Geld, mit Kontakten, mit Bewunderung, ja, mit seiner ganzen Person. Joseph Roth, der Anti-Bürger, war durch sein exzessives, rastloses Leben zwischen journalistischem und literarischem Schreiben, der Pflegebedürftigkeit seiner kranken Frau, seinem Alkoholismus und seiner Großzügigkeit anderen Notleidenden gegenüber, in ständigen panischen Geldsorgen.
Roth und Zweig lernten sich 1929 persönlich kennen. Bis zu Roths Tod, er starb 1939 in seinem Pariser Exil, schrieben sie sich Briefe oder trafen sich gelegentlich.
Faszinierende, anrührende, aufrüttelnde, kluge und weitsichtige Briefe über Literatur, über Politik, über das Leben von zwei jüdischen Schriftstellern und Intellektuellen, die sich 1930 einig waren, daß „Europa Selbstmord begeht“.
Die Briefe werden gelesen von den Schauspielern Thomas Huber und Torben Kessler.
 
Thomas Huber hat unter anderem am Nationaltheater Mannheim, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Residenztheater München, am Arcola Theatre London und am Schauspiel Leipzig gespielt. Seit 2009 gehört er zum Ensemble des Schauspiels Frankfurt.
Seit Anfang der 1990er-Jahre ist er auch als Film- und Fernsehschauspieler tätig, u. a. in Fernseh-Mehrteilern wie Dieter Wedels "Der große Bellheim" und "Der Schattenmann“.   Daneben arbeitet Huber auch als Autor und Übersetzer von Stücken.
 
Torben Kessler, geboren 1975, studierte Schauspiel, Gesang und Tanz an der Folkwang Hochschule Essen. Es folgten Engagements in Düsseldorf, Freiburg und Leipzig. Seit 2009 ist er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Daneben war er in Fernsehserien wie „Tatort“, „SOKO Leipzig“ und „Polizeiruf 110“ sowie im Kinofilm „Der Baader Meinhof Komplex“ zu sehen und ist in zahlreichen Hörspielen, sowie als Interpret von Hörbüchern zu erleben.

 

Dr. Marschner Stiftung (Förderer), Frankfurter Bürgerstiftung (Projektleitung)